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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



Tel.: 0201 536 77466


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Hinsichtlich des Personenschutzes und des Korrosionsschutz sind die lokalen Wechselspannungen zwischen Rohrleitung und Erde zu erfassen und zu bewerten. Sofern bei solchen Bewertungen Grenzwertverletzungen festgestellt werden, sind entsprechende Maßnahmen umzusetzen.


Grenzwerte Personenschutz:                            60 V Dauerbetrieb und 1000 V im Fehlerfall

Empfohlener Grenzwert Korrosionsschutz:         15 V


An einer bestehenden Rohrleitung kann die Wechselspannung an den einzelnen Messstellen direkt gemessen werden. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass manuelle Messungen nicht dem Tagesverlauf entsprechen bzw. nicht repräsentativ sein müssen.


Für eine geplante Rohrleitung oder den Fehlerfall (z.B. Erdschluss) können die zu erwartenden Wechselspannungen nur mathematisch abgeschätzt werden. Die hierzu notwendigen Berechnungsgrundlagen sind zum Beispiel in AfK-Empfehlung Nr. 3 (textgleich mit der technischen Empfehlung Nr. 7 / Schiedsstelle für Beeinflussungsfragen) beschrieben. Die Berechnungen sind jedoch derart komplex, dass hierzu der Einsatz von entsprechenden Programmen notwendig ist.


Zusätzlich ist die Messung der magnetischen Felder entlang einer Rohleitung möglich, um diese Werte mit in die Berechnungen einzubeziehen.


Für die Berechnungen sind eine Reihe von Parametern zu ermitteln, wie z.B.


- Länge der Parallelverläufe

- Winkel der Rohrleitung zur AC-Leitungen

- Abstände zwischen Rohrleitung und AC-Leitungen

- Konfiguration der AC-Leitungen und Abschirmungen

- zu erwartende Stromstärken

- spezifische Bodenwiderstände

- Umhüllungsgüte und -dicke der Rohrleitung

- Durchmesser und Wandstärke der Rohrleitung

- Parallelverläufe und Verbindungen zu anderen Rohrleitungen

usw.


Die o.a. Aufstellung zeigt, dass das Ergebnis einer Berechnung von der richtigen Annahme aller Parameter und der korrekten Umsetzung dieser in einzelne Rohrleitungsabschnitte, den zur Berechnung angewandten Algorithmen und der finalen Verknüpfung aller Abschnitte abhängt. Die Empfehlung, durchgeführte Berechnungen messtechnisch zu prüfen, ist daher eine logische Konsequenz daraus.





Bewertung von Wechselspannungs-Beeinflussungen

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