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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



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Bewertung der Wechselstrom-Korrosionswahrscheinlichkeit

Hinsichtlich der Korrosionswahrscheinlichkeit einer wechselspannungsbeeinflussten Rohrleitung haben die Forschungen der letzten Jahre eine Vielzahl wichtiger und neuer Erkenntnisse erbracht. So hängt die Korrosion unter solchen Bedingungen u.a. von


- der Höhe der Wechselspannung

- der Höhe der Wechselstromdichte

- der Höhe der Schutzstromdichte

- der Höhe der Schutzpotentiale (IR-freies und Einschaltpotential)

- dem Verhältnis zwischen den AC/DC Paramatern

- der Fehlstellengeometrie und der Homogenität der Fehlstelle

- den Bodenverhältnissen

- den resultierenden Ausbreitungswiderständen der Fehlstellen


ab, wobei einzelne Parameter auch wechselseitige Wirkungen aufeinander haben.


Die Zunahme der Korrosion mit höherer Wechselstromdichte (z.B. auf Grund einer höheren Wechselspannung) war schon länger bekannt, ebenso dass die Wechselstromdichte vom Ausbreitungswiderstand der Fehlstellen und somit von der Art der Fehlstelle und vom spezifischen Bodenwiderstand abhängt. Relativ neu ist die Erkenntnis, dass der Ausbreitungswiderstand sehr stark auch von der Schutzstromdichte abhängt. D.h. durch eine erhöhte Polarisation wird der Nahbereich der Fehlstellen deutlich leitfähiger, so dass bei konstanter Wechselspannung die Wechselstromdichte als Folge proportional der Widerstandsreduzierung zunimmt. Dies bedeutet jedoch auch, dass ein solches System nicht als statisch sondern je nach Einstellung und Schwankungen als ein dynamisches System (wenn auch träge) zu betrachten ist. Als wohl wichtigste Erkenntnis geht aus den Forschungen hervor, dass nur bei sehr geringem oder bei sehr hohem KKS die Korrosionsraten auf akzeptable Werte reduziert werden können. Bei einem unsachgemäß eingestellten KKS können hingegen sehr hohe Korrosionsraten auftreten, obwohl die Richtlinien der DIN EN 12954 erfüllt werden.     


Die Bewertung einer Korrosionswahrscheinlichkeit ist auf Grund der o.g. Gegebenheiten daher immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden, so dass der Einsatz zusätzlicher Korrosionsprüfsonden mehr als empfehlenswert ist.


Die Auflistung der o.g. Parameter zeigt, dass die wichtigsten Messwerte der Wechselstrom- und Schutzstromdichte an einer realen Fehlstelle nicht direkt messbar sind. Auch aus diesem Grund ist der Einsatz von Korrosionsprüfsonden als sinnvolle Ergänzung zu betrachten. So besteht Möglichkeit, neben den Potentialwerten, auch die Stromdichten und sogar die Korrosion selbst tendenziell zu bewerten.






Korrosions-Prüfsonde

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