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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



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Metallene Installationen, wie Behälter, Tankanlagen, Wärmetauscher, Kondensatoren usw., können von innen kathodisch gegen Korrosion geschützt werden, sofern sie einen leitfähigen Elektrolyten beinhalten. Grundsätzlich unterliegt der kathodische Innenschutz dabei den gleichen elektrochemischen Gesetzmäßigkeiten wie der kathodische Außenschutz und wird ebenfalls durch einen ausreichend hohen Stromeintritt in die zu schützende Anlage erreicht. Durch die Geometrie der Schutzanlagen und die Anordnung der Anoden im Inneren ergeben sich in der Anwendung jedoch einige Unterschiede.


So ist beim KKS-I, neben der Längsleitfähigkeit der Schutzobjekte selbst, auch die Leitfähigkeit des Elektrolyten zwingend zu gewährleisten. Obwohl die meisten flüssigen Elektrolyten vergleichsweise niedrige spezifische Widerstände aufweisen, können durch die Geometrie der Schutzobjekte die resultierenden Elektrolyt-Längswiderstände relativ hochohmig ausfallen. Entlang einer zu schützenden Innenfläche können deutliche Potentialgefälle auftreten, die inhomogene Schutzstromverteilungen zur Folge haben. Weitere Beeinflussungen können zudem bei metallischen Mischinstallationen oder dem Einsatz von Isolierstücken innerhalb der Anlage auftreten. Auch unterschiedliche Betriebszustände wie schwankende Temperaturen und Strömungen können einen Einfluss auf den KKS-I haben. Die o.g. möglichen Beeinträchtigungen sind daher bei der Anordnung der Anoden sowie bei den Schutzstromeinstellungen zu berücksichtigen.




Kathodischer Innenschutz (KKSI)

Als Schutzkriterium dient beim KKS-I ebenfalls das IR-freie Anlagen/Elektrolyt-Potential. Auf Grund der oben beschriebenen möglichen Verhältnisse müssen einzelne Messungen nicht repräsentativ für die gesamte Anlage sein. Aus diesem Grund sind Anzahl und Orte der Messpunkte, hinsichtlich der Schutzpotentiale sowie der Grenzpotentiale, sorgfältig zu definieren.


Unerwünschte Effekte beim KKS-I ist die Entwicklung von Wasserstoff, Sauerstoff oder Chlor im geschlossenen System, insbesondere bei zu negativ eingestelltem Schutz. So können solche Gasbildungen, neben den sicherheitstechnischen Aspekten, auch zu Schädigungen an den zu schützenden Metallen, sowie deren Beschichtungen führen. Hier sind Endhaftungen, Unterwanderung, Blasenbildung oder alkalische Verseifung zu nennen. Auch mögliche elektrochemische Reaktionen wie Reaktionsprodukte der Anoden im Medium, Sauerstoffzehrungen oder kathodischer Niederschlag auf der Anlage sind zu berücksichtigen.


Zusammenfassend weißt der kathodische Innenschutz somit einige Eigenheiten auf, die in Summe dazu führten, dass der Fachverband FKKS den KKS-I als eigenen Fachbereich verwaltet.  




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