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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



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Bei Stahlbetonbauwerken ist die Statik von einer intakten Stahlbewehrung abhängig. Diese ist bei Fertigstellung des Gebäudes im Grunde schon durch die Alkalität des Betons passiviert und damit gegen Korrosion geschützt.


Leider ist die Alkalität des Betons als eine Art Puffer zu betrachten, der im Laufe der Zeit durch Umwelteinflüsse reduziert wird. Sobald der pH-Wert des Betons unter ca. 12,5 fällt, ist die Passivität nicht mehr gegeben und der Stahl beginnt zu korrodieren. Ein unerwünschter Nebeneffekt dieser Anfangskorrosion ist die Ausdehnung der Bewehrung, da Rost ein vielfach höheres Volumen aufweist als Stahl. So kommt es im Beton zu Rissbildungen und Abplatzungen, die die Korrosion weiter begünstigen. Bei sehr starken Beeinflussungen können schon nach relativ kurzer Zeit (wenige Jahre) signifikante oder zum Teil auch standsicherheitstechnische Schäden auftreten.


Als besonders alkalitätsabbauend haben sich z.B. CO2 und Salze erwiesen. So ist es nicht verwunderlich, dass Bauwerke im Straßenverkehr besonders betroffen sind und zu den ersten Objekten gehörten, die kathodisch geschützt wurden. Die ersten Objekte, die mit Hilfe von KKSB erfolgreich rehabilitiert wurden, waren Parkhäuser an denen eine klassische Betonsanierung nicht mehr möglich war (ca. 1995).


Auf Grund der gesammelten Erfahrungen seit dieser Zeit, hat sich der KKSB als sinnvolle Alternative bzw. Ergänzung zur konventionellen Betonsanierung etabliert. Darüber hinaus dient der KKSB durch die wiederkehrenden oder fernüberwachten Potentialmessungen auch der Zustandsüberwachung des Bauwerkes. Durch diese Messtechnik werden Zustandsänderungen und insbesondere auch anfängliche Korrosionsvorgänge sehr zeitnah und sicher erkannt.  

 


Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbeton   KKSB

Aus den genannten Gründen findet der KKSB auch in zunehmendem Maße Niederschlag in überarbeiteten Regelwerken, wie z.B. der EN 1504 „Produkte und Systeme für den Schutz und die Instandsetzung von Betontragwerken“. Dass der KKSB zunehmend an Bedeutung gewinnt ist auch daran zu erkennen, dass die ursprüngliche DIN EN 12969:2000 „Kathodischer Korrosionsschutz von Stahl in Beton“  im Zuge der Neufassung Mai 2012 stark erweitert und in eine DIN EN ISO-Norm mit weltweiter Gültigkeit umgewandelt wurde.     

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