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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



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Auch hinsichtlich des Nachweises des kathodischen Schutzes nimmt eine komplexe Anlage eine Sonderstellung im KKS ein. Da in solchen Anlagen die Erfassung der Ausschaltpotentiale keine Aussage über den kathodischen Schutz mehr zulässt, werden i.d.R nur noch die Einschaltpotentiale bewertet. IR-freie Potentiale entsprechend DIN EN 12954 und DIN EN 13509 können nur noch mit Hilfe von externen Potentialprüfsonden ermittelt und bewertet werden.


Grundsätzlich stellt die Messung und Bewertung der Einschaltpotentiale eine Vereinfachung der Überwachung dar. Aber auch hier hat dieser Vorteil einen nicht unerheblichen Nachteil. Dieser ist darin begründet, dass an allen kritischen Orten Messpunkte einzurichten und zu überwachen sind. In sehr komplexen Anlagen kann somit eine Vielzahl von Messpunkten notwendig werden, die zudem dauerhaft örtlich festzulegen sind. Um reproduzierbare Messergebnisse zu erzielen, lässt die örtliche Festlegung teilweise nur Abweichungen von wenigen Zentimetern zu.


Zusammenfassend weicht der KKS von komplexen Anlagen sehr stark vom klassischen KKS ab, obwohl die elektrochemischen Vorgänge dieselben sind. Die Besonderheiten des kathodischen Korrosionsschutzes komplexer Anlagen sind detailliert in DIN EN 14505 beschrieben.


Ob für eine Anlage nun eher der klassische KKS oder eher der komplexe KKS zu bevorzugen ist, hängt von der Gegenüberstellung u.a. der folgenden Aspekte ab.

- Investitions- und Instandhaltungskosten der elektrischen Trennung

- Investitions- und Instandhaltungskosten des KKS

- Investitions- und Instandhaltungskosten des Personen-, Blitz- und Ex-Schutzes

- Beeinflussung anderer Installationen durch den KKS oder LKS

- Ausfallzeiten des Betriebs durch notwendige Instandsetzungen und Fehlerbehebungen

- Aufwand der Überwachung

- etc.


Wichtig bei der Entscheidung für die eine oder andere Variante ist jedoch immer der Zeitpunkt der Entscheidung. Ein häufig anzutreffender und i.d.R sehr teurer Kardinalsfehler ist eine fortgeschrittene Planung oder gar der Bau einer Anlage ohne Berücksichtigung des KKS. Die Festlegung der Art des KKS hat einen Einfluss auf viele Bereiche der Planung einer Anlage.   




Kathodischer Korrosionsschutz in komplexen Anlagen (LKS)

Als komplexe Anlagen bezeichnet man solche Anlagen, in denen die elektrische Trennung zwischen Schutz- und Erdungssystemen nicht hergestellt werden kann. Somit entfällt zunächst die Notwendigkeit von Isolierstücken und Trennfunkenstrecken. Alle metallenen Installationen werden direkt mit dem Erdungssystem verbunden, was bei den grundsätzlichen anlagentechnischen und elektrotechnischen Ausrüstungen zunächst geringere Investitionen und Vereinfachungen beim Personen-, Blitz- und Ex-Schutz bedeuten.     


Dieser Vorteil hat leider aber auch seinen Preis, da nun das gesamte Erdungssystem einschließlich aller Gebäudefundamente mit in den kathodischen Schutz eingebunden ist, d.h. es ist ein vielfach höherer Gesamtschutzstrom notwendig. Hinzu kommt, dass galvanische Elemente zwischen den Schutzobjekten und den Stahlbetonfundamenten entstehen, die die Schutzobjekte und ggf. auch andere Objekte nachteilig beeinflussen. Auch kann der Schutz i.d.R. nicht mehr durch zentrale Anoden realisiert werden kann, so dass eine Vielzahl von dezentralen Anoden zum Einsatz kommt. Dabei ist die Lage der einzelnen Anoden entscheidend für die lokale Schutzwirkung. Aus diesem Grund wurde der KKS komplexer Anlagen in früheren Zeiten auch LKS „Lokaler kathodischer Korrosionsschutz“ genannt.  


Auch hinsichtlich des Nachweises des kathodischen Schutzes nimmt eine komplexe Anlage eine Sonderstellung im KKS ein. Da in solchen Anlagen die Erfassung der Ausschaltpotentiale keine Aussage über den kathodischen Schutz mehr zulässt, werden i.d.R nur noch die Einschaltpotentiale bewertet. IR-freie Potentiale entsprechend DIN EN 12954 und DIN EN 13509 können nur noch mit Hilfe von externen Potentialprüfsonden ermittelt und bewertet werden.


Grundsätzlich stellt die Messung und Bewertung der Einschaltpotentiale eine Vereinfachung der Überwachung dar. Aber auch hier hat dieser Vorteil einen nicht unerheblichen Nachteil. Dieser ist darin begründet, dass an allen kritischen Orten Messpunkte einzurichten und zu überwachen sind. In sehr komplexen Anlagen kann somit eine Vielzahl von Messpunkten notwendig werden, die zudem dauerhaft örtlich festzulegen sind. Um reproduzierbare Messergebnisse zu erzielen, lässt die örtliche Festlegung erfahrungsgemäß nur Abweichungen von wenigen Zentimetern zu.


Zusammenfassend weicht der KKS von komplexen Anlagen sehr stark vom klassischen KKS ab, obwohl die elektrochemischen Vorgänge dieselben sind. Die Besonderheiten des kathodischen Korrosionsschutzes komplexer Anlagen sind detailliert in DIN EN 14505 beschrieben.


Ob für eine Anlage nun eher der klassische oder eher der komplexe KKS zu bevorzugen ist, hängt von der Gegenüberstellung u.a. der folgenden Aspekte ab.


Investitions- und Instandhaltungskosten der elektrischen Trennung

Investitions- und Instandhaltungskosten des KKS

Investitions- und Instandhaltungskosten des Personen-, Blitz- und Ex-Schutzes

Beeinflussung anderer Installationen durch den KKS

Ausfallzeiten des Betriebs durch notwendige Instandsetzungen und Fehlerbehebungen

Aufwand der Überwachung

etc.


Wichtig bei der Entscheidung für die eine oder andere Variante ist jedoch immer der Zeitpunkt der Entscheidung. Ein häufig anzutreffender und i.d.R sehr teurer Kardinalsfehler ist eine fortgeschrittene Planung oder gar ein Bau einer Anlage ohne Berücksichtigung des KKS. Die Festlegung der Art des KKS hat einen Einfluss auf die gesamte Planung einer Anlage.   




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