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Ingenieur - Büro

Stefan Wolters


Kathodischer Korrosionsschutz



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Beim KKS von Lagerstätten unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem klassischen KKS und dem komplexen KKS. Dieser Abschnitt behandelt nur den klassischen KKS, bei dem die Schutzobjekte vom allgemeinen Erdungssystem getrennt sind und in der Regel durch zentral angeordnete Anodenfelder geschützt werden.


In Tanklagern werden häufig nur die Verbindungsrohrleitungen kathodisch geschützt, während die Behälter entweder oberirdisch angeordnet sind oder durch passive Schutzmaßnahmen, wie doppelte Wandungen, geschützt werden. Jedoch können auch Behälter unter Berücksichtigung der elektrischen Trennung in einen klassischen KKS mit einbezogen werden.  


Die hierzu speziellen Richtlinien sind in DIN EN 13636 zusammengefasst.


Die besonderen Anforderungen beruhen beim Tanklager-KKS zunächst auf die aufwendige elektrische Trennung zwischen dem Schutz- und dem Erdungssystem. Hierzu sind eine Vielzahl von Isolierstücken unter Berücksichtigung des Blitzschutzes und ggf. des Explosionsschutzes notwendig.

Kathodischer Korrosionsschutz in Tanklagern

Auch der Nachweis des kathodischen Schutz in Tanklagern weist einige Besonderheiten auf. So sind zwar alle Schutzobjekte i.d.R. metallen leitend miteinander verbunden, jedoch z.B. durch bauliche Gegebenheiten, Zufallskontakte, Verschmutzungen im Inneren der Isolierstücke oder lokale anodische und kathodische Beeinflussungen oftmals unterschiedlich stark polarisiert. Im Aus-Takt der Schutzanlagen kommt es daher zum Teil zu Ausgleichströmen zwischen den einzelnen Schutzobjekten, die eine Bewertung des KKS nach der Ausschaltmethode ohne Berücksichtigung der Schutz- und Ausgleichströme nicht zulässt.


Hinzu trifft man in Tanklagern häufig auf systemfremde galvanische Elemente (z.B. verzinkte Erder zu Stahlbeton-Fundamenten), die eine reale Beeinflussung im Bereich der Gebäudeeinführungen darstellen. Widerstandsbehaftete Verschmutzungen im Inneren der Isolierstücke mindern den Schutz bzw. beeinflussen ebenfalls die Messungen und stellen zudem eine Gefahr der Innenkorrosion dar.


Ein sekundärer Aspekt bei den o.g. unterschiedlichen Polarisationen ist die nachteilige Beeinflussung ungeschützter Installationen wie z.B. Feuerlöschleitungen und Wasserleitungen. Da solche Leitungen oft parallel zu den geschützten Rohrleitungen verlaufen, durchlaufen sie häufig auch starke kathodische und anodische Spannungstrichter, wodurch es an diesen Leitungen zu einer erhöhten Korrosionsgefährdung kommt. Das Einregeln von Korrosionsschutzanlagen in Tanklagern sollte daher entsprechend einem vertretbaren Längsspannungsfall entlang einer „Messstellenkette“ erfolgen.       



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